Ich brauche mal wieder etwas Entspannung. Vom Dienst ab nach Hause, wo mich dann auch schon mein langjähriger Freund Finn erwartete. Umziehen, dann noch einen schönen Teller Schleswig-Holsteiner Kartoffelsuppe essen. Die Sachen ins Auto packen und ab an die Treene. Diesmal ging es noch ein Stückchen höher, da wir auch wissen wollten, ob schon die ersten Barsche da sind. Während Finn es mit der Fliege am Spot versuchen wollte, entschloss ich mich wieder einen der neuen Wobbler zu testen.
So versuchten wir die ersten 30 Minuten am Spot den ersten Fischkontakt herzustellen.
Finn bekam tatsächlich auch 2 Bisse, die er dann allerdings leider versemmelte. Es handelte sich aber auch um handlange Barsche und der Verlust traf uns nicht sonderlich. Nun ging es ein kleines Stück Flussabwärts. Ich wechselte den Wobbler auf Weißfischdesign.
Aus Erfahrung wusste ich, dass hier öfters kapitale Fische stehen. Dies hieß dann aber auch, äußerst leise sich im Wasser zu bewegen. Auch das werfen des Köders ist an dieser Stelle sehr schwierig, da überhängende Äste vernünftige Würfe zunichte machen.
Ich beobachtete die Wasseroberfläche und sah auf einmal ca. 15 Meter vor mir eine Forelle steigen. Aus dem Handgelenk schlenzte ich den Wobbler über die Forelle weg.
Knapp 2 Meter dahinter fiel dann auch der Wobbler ins Wasser. Bügel umklappen und einen kräftigen Kurbeldreh, damit der Köder auch gleich auf Tiefe kommt.
Schon bei der nächsten Kurbeldrehung ging ein Ruck durch die Rute. Die Bachforelle hatte sich den kleinen Wobbler genommen. Ein leichter Anschlag meinerseits und ein kleiner Drill entflammte. Innerhalb des Drills sprang die Bachforelle 2-mal und ich konnte erkennen, dass sie maßig war. Kurze Zeit später konnte ich sie dann auch landen. Mit 30 cm ein schönes Tier. Finn war inzwischen wieder bei mir und machte schnell die Fotos und schon war die getupfte wieder im Wasser.



Wir wateten im Anschluss uns Stück für Stück der Fluß runter. Am nächsten Spot angekommen kam auf meinen angebotenen Köder der nächste Einstieg. Diesmal war es eine kleine getupfte, die sich gierig auf meinen Köder gestürzt hatte.
Da die Widerhaken der Drillinge angedrückt waren konnte ich auch dieses Tier schonend lösen und zurücksetzen.


Die nächsten 15 Minuten blieb es ruhig und Finn und ich entschlossen uns, an den nächsten Platz zu wechseln.
Hier versuchte sich Finn wieder mit der Fliege und bekam auch damit sofort den ersten Biss.
Leider ging der Anhieb daneben und die Bachforelle verschwand auf Nimmerwiedersehen.


Ich ging ein Stück weiter und versuchte mich hinter ein paar Stromschnellen. Nach dem 2ten Wurf kam dann auch schon ein Biss. Hier hatte eine Bachforelle von knapp 12 cm Länge sich den Wobbler einverleibt. Schon im Wasser konnte ich sie vom Haken lösen.
Dieses Spiel wiederholte sich 10 Meter weiter flussabwärts. Auch hier kam eine ca. 12 cm lange Bachforelle zu Tage. Haken lösen und ab dafür.
Weitere 50 Meter abwärts befand sich ein Gumpen den ich dann abfischen wollte. Auch hier standen öfters große Fische. So konnte ich hier schon einen Lachs von 75 cm fangen, eine Meerforelle von knapp 70 cm landen und einige Bachforellen zwischen 40 und 50 cm verhaften.
Schon beim ersten Wurf ging ein gewaltiger Schlag durch die Rute und der Fisch nahm Schnur. Nach dem ich sie stoppen konnte und einige Meter heran drillen konnte, sprang sie aus dem Wasser und schüttelte sich. Mit ungläubigen Blick konnte ich dann sehen, dass die getupfte sich beim schütteln, den Wobbler abwarf.
Man war ich in dem Moment sauer, dass ich dieses prächtige Tier verloren hatte.

Ich schätzte die Bachforelle zwischen 45 und 50 cm.
Nach einer Beruhigungszigarette ging es weiter. Ich bekam noch eine Bafo von knapp 25 cm und das war es dann für den Tag. Finn und ich hatten einige Kontakte, die wir aber nicht verwandelten konnten.
Nun packten wir unsere Sachen und fuhren nach Hause. Hier erwartete mich dann Paket meines Dealers mit neuen Wobblern und UL-Ruten mit einem WG von 1-8 Gramm.
Dabei 2 Serien von Miniwobblern von ca. 4 cm Länge die mich an heimische Elritzen und Weißfisch erinnerten.
Diese werde ich nächste Woche dann einsetzen. Wenn sie das halten, was sie versprechen, werden das reine Salmonidenkiller werden.
Dann werde ich natürlich wieder berichten.


Toller Bericht,macht Lust aufs Nachmachen. Kurzweilig geschrieben,gefällt mir.
Oliver
Vielen Dank!! Schön das dir der Bericht gefallen hat.
Sehr schöne Fangberichte habt ihr hier auf euerer Seite! Ich habe mal eine Frage, ich wohne in der Nähe von Rendsburg und würde auch gerne mal einen Ausflug an die Treene auf Bachforellen machen. Dabei bräuchte ich einen Bereich den man auch gut vom Land aus befischen kann und der nicht allzu weit von Rendsburg entfernt ist. Außerdem weiß ich nicht wo genau man Erlaubnisscheine für die Treene erwerben kann. Falls ihr auf Anhieb ein paar Tips habt wäre ich euch sehr dankbar.
MfG
Moin Daniel,
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Empfehlenswert ist der Abschnitt bei Hollingstedt und höher. Dies ist auch der Bereich für den du Gastkarten bekommen kannst.
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